Einblick
Si in Utopia fuisses - Staatsphilosophie in Rom
Gliederung der gedruckten Ausgabe:
1. De re publica – wenn nicht, dann werfe ich es einfach ins Meer!2. Der Mensch – ein geborener Politiker?3. Der Staat – Gemeinwesen oder Räuberbande?4. Der Staat – Verfassungsformen und Kreislauf5. Die Gerechtigkeit – in utramque partem dicere6. Der Lohn des Staatsmanns – ein Traum in Afrika
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Aus dem Vorwort zur Ausgabe:
Ciceros Schrift De re publica und wichtige Texte daraus stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Das antike Staatsdenken wird in diesem Werk auf breiter Ebene reflektiert; in der Auseinandersetzung mit staatsphilosophischen Gedanken der Griechen (Sophistik, Platon, Aristoteles, Polybios) sucht Cicero nach konkreten Lösungen für die römische Wirklichkeit.
- Ist das Individuum zum aktiven Einsatz in der Gemeinschaft verpflichtet?
- Worin besteht das Wesen des Staates?
- Wie entsteht ein Staat?
- Gibt es die ideale Staatsform?
- Was bedeutet Gerechtigkeit im Staat?
- Gibt es einen gerechten Krieg?
- Waren die hegemonialen Ansprüche Roms gerechtfertigt?
All diese Fragen lässt Cicero seine Gesprächsteilnehmer ausführlich erörtern und ermöglicht damit dem modernen Leser einen grundlegenden Einblick in die theoretische Reflexion der Antike über Staat und Gesellschaft.
Auf dieser Grundlage ist eine kritische und fundierte Auseinandersetzung mit der Entwicklung des europäischen Staatsverständnisses möglich. Neuzeitliche und moderne politisch-soziale Theorien und Systeme lassen sich sorgfältiger und intensiver auf dem Hintergrund der modellhaften Darstellung des antiken staatsphilosophischen Denkens betrachten und erörtern.
Der Aufbau dieser Ausgabe folgt im Wesentlichen der Struktur von De re publica; die ausgewählten lateinischen Passagen werden durch ausführliche Hintergrundinformationen eingeleitet und vorbereitet, um das Verständnis der Originaltexte zu erleichtern.
Auf die einleitenden Bemerkungen folgt die Erläuterung der Frage nach dem Wesen des Menschen. Erst wenn darüber Einigkeit herrscht, ist es möglich, den Begriff und das Wesen des Staates näher zu bestimmen.
Es folgt die Diskussion über die richtige Verfassung und den Kreislauf der Verfassungen. Ein Staat kann nur funktionieren, wenn er gerecht regiert wird. Aber wer weiß, was Gerechtigkeit wirklich ist? Der Streit über diese Frage beschäftigte bereits die griechischen Philosophen und Cicero lässt die Teilnehmer seines Werkes intensiv darüber streiten.
Zum Schluss wird die Frage nach dem Lohn des gerechten Staatsmannes beantwortet. Cicero greift einen griechischen Mythos, der bei Platon erzählt wird, auf und macht einen römischen Traum daraus.
