Einblick
Nunc aurea Roma est - Geschichte in Rom
|
Hier können Sie eine Leseprobe herunterladen. PDF-Dokument (ca. 1 MB) |
Aus dem Vorwort zur Ausgabe:
Das sogenannte Goldene Zeitalter ist eine wichtige Epoche innerhalb der römischen Geschichte. Nach einer langen Phase des Bürgerkrieges stellt Augustus den Frieden wieder her. Viele Zeitgenossen, darunter auch Dichter und Künstler, sind Augustus dankbar und bringen dies in ihren Werken zum Ausdruck. In der vorliegenden Ausgabe werden Texte von Vergil und Livius präsentiert, an denen man grundlegende Fragen des Verhältnisses zwischen Vertretern von Literatur und Geschichtsschreibung thematisieren kann:
- In welchem Verhältnis stehen Dichter und Autoren zu einem bestimmten Herrschaftssystem?
- Inwieweit lässt sich unter solchen Bedingungen die künstlerische Freiheit bewahren?
- Können historische Prozesse neutral und objektiv bewertet werden?
- Von welchen Faktoren hängt die Beurteilung wichtiger geschichtlicher Epochen ab?
In der Aeneis schuf Vergil das Nationalepos der Römer und gleichzeitig ein wichtiges Werk der Weltliteratur. An wichtigen Stellen dieses Werkes lässt sich die Einstellung des Dichters zur Person des Augustus und zu dem politischen Herrschaftssystem des Prinzipats aufzeigen und ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit der Problematik des Verhältnisses von Literatur und politischer Macht.
Repräsentative Szenen aus dem Geschichtswerk des Livius ermöglichen einen Zugang zu dem Thema, wie ein Historiker die politischen Verhältnisse wahrnimmt und deutet. Dabei stellt sich auch die Frage, in welchem Bezug die Herrschaft des Augustus zum Gesamtzusammenhang des Römischen Reiches in seiner langen Geschichte steht.
